2.3. Was ist ein Live-Rollenspiel?
Erst einmal (und wer hätte das gedacht) ist Liverollenspiel ein Spiel. Im
Grunde genommen ist es eine Art "Cowboy und Indianer" für
Erwachsene. Wohl jeder hat sich als Kind mal eine Kriegsbemalung ins
Gesicht gemalt, eine Feder in das Haar gesteckt und ist dann als "Häuptling
Adlerauge" mit Freunden im Garten auf Kriegspfad herumgeschlichen.
Und wenn man will, kann man das eigentlich schon als ein Liverollenspiel
betrachten, denn eben darum geht es bei einem
LARP.
Man schlüpft in die
Rolle
einer anderen Person, sei es nun in die eines Indianerhäuptlings oder
eines edlen Ritters der Tafelrunde, und versetzt sich, zusammen mit
anderen Spielern, in diese Phantasiewelt um dort Abenteuer zu erleben. Und
da wir ja mittlerweile alle schon etwas größere "Kinder" sind,
wird das ganze dann auch etwas größer aufgezogen. Anstatt der Feder im
Haar ziehen wir uns selbstgemachte oder gekaufte Kostüme ("
Gewandungen")
an, und anstatt des Gartens wird z.B. eine echte Burg angemietet. Außerdem
spielen an so einem
LARP
oft weit über 100 Leute mit, und die meisten Liverollenspiele dauern
mehrere Tage (z.B. ein Wochenende).
Normalerweise ist es so, daß Liverollenspiele in einer mittelalterlichen
Fantasy-Welt im Stil von Tolkiens "Der Herr der Ringe" spielen,
also mit Rittern, Königen, Magiern, Hexen, Monstern, Elfen, Zwergen und
was sonst noch alles dazugehört. Es gibt zwar auch Liverollenspiele, die
in anderen Genres spielen (z.B. Cyberpunk oder Vampire) aber das ist eher
die Minderheit gegenüber den Fantasy-LARPs.
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