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von der Seite www.regenbogenwald.de Der
Anfang vom (Über-)Leben Der erste Schritt Den ersten Schritt hast Du bereits getan.
Du hast Dich für das Leben und gegen die Fesseln der Vergangenheit entschieden.
Du setzt Dich mit dem Thema auseinander und willst Dein Leben wieder in eigene
Hand bekommen anstatt es „denen“ zu überlassen. Gut so! Sei
stolz auf Dich denn das ist mit der schwerste Schritt! Von jetzt an
wird es nur noch besser - nicht immer einfacher, denn die Traumabehandlung kann
schwer und manchmal schmerzhaft sein - aber besser. Dieses hier soll Dir meine
Erfahrungen näher bringen und vielleicht helfen Deinen Weg zu finden. Dies ist
kein Regelwerk und auch kein Ratgeber. Nur die gesammelten Werke von Tipps,
Erfahrungen und Erkenntnissen einer Überlebenden. Einfach mal ausprobieren und
selbst beurteilen, ob es was bringt. Ich hoffe es hilft Dir ein wenig weiter zu
kommen! Ich wünsche Dir viel Kraft für Deinen neuen Weg! Traumabewältigung
darf nicht zur neuen Qual werden Du hast Dich
entschieden das Trauma zu besiegen. Du beginnst Dich mit Deiner Vergangenheit
auseinander zu setzen, Informationen zu sammeln und Dich mit dem Thema sexueller
Missbrauch zu beschäftigen. Das ist auch gut so, denn es zu verdrängen hilft
keinem. Es bewirkt nur, dass die/der jenige, die/der Dir so viel Leid angetan
hat immer noch Macht über Dich hat. Du richtest Dein Leben und Dein Verhalten
nach der Vergangenheit aus, versteckst Dich vor den „Geistern“, und je
dringlicher Du es versuchst sie zu unterdrücken, desto sturer drängen sie sich
Dir auf. Versuche aus diesem Gefängnis auszubrechen. Ja, Du hast Schreckliches
durchgemacht, ja, es tut weh dran zu denken und es beeinflusst Dein jetziges
Leben, aber es ist jetzt vorbei, es ist Vergangenheit. Jetzt bist Du sicher.
Versuche damit leben zu lernen. In erster Linie musst Du gut auf Dich aufpassen
und Dich gut um Dich kümmern. Aus diesem Gefängnis
auszubrechen ist nicht leicht. Angst vor Verachtung, davor nicht verstanden zu
werden und vor dem Märchen von der Mitschuld macht diesen Schritt umso
schwerer. Doch eins solltest Du Dir immer und immer wieder vor Augen führen: DU
BIST NICHT SCHULD, man hat Dir Gewalt und Leid angetan und Du konntest nichts
dagegen tun. Man hat Deine Seele verletzt. Du kannst weder was dafür, noch hättest
Du das verhindern können. Ein wichtiger
Schritt zur Selbstheilung ist das Schweigen zu beenden. Vertraue Dich einer
Person an, von der Du meinst, dass sie Dich versteht und Dich unterstützt und
stärkt. Du brauchst Dich nicht sofort gänzlich zu öffnen, gib nur soviel
Preis von Dir, wie Du für richtig hältst, überfordere Dich nicht. Du kannst
das Thema ja irgendwann mal, wenn Dir danach ist, weiter erörtern. Doch denke
immer daran, dass es auch Unbeteiligten manchmal schwer fällt über dieses
Thema zu sprechen, da sie sich oftmals nicht wissen wie sie Dir helfen können
und ihnen ihre Hilflosigkeit und Unsicherheit genau so wie Dir unangenehm ist.
Mache Dir jedoch klar, dass Du von Deiner Vertrauensperson nicht erwarten kannst
Deine Probleme zu lösen, Du allein kannst und musst Deine Vergangenheit
akzeptieren und mit ihr zu leben
lernen. Die Vertauensperson kann Dich nur auf dem Weg zur Selbstheilung
begleiten, Dir helfen und Dich unterstützen. Sage ihr ruhig
was Du Dir von diesem Gespräch erhoffst, dass Du nur Hilfe und Unterstützung
erwartest und sie bereits durch das Zuhören allein Dir sehr viel weiterhilft. Doch was tun
wenn solch eine Vertrauensperson nicht zur Verfügung steht, wenn Du das Bedürfnis
zu reden verspürst? Was wenn es diese Person gar nicht gibt oder Du sie nicht
als eine solche erkennst? Dann vertraue Dich dem Papier an. Schreib einen Brief
ohne Empfänger, beginne ein Tagebuch oder schreib einfach Gefühle und Gedanken
und alles was Dich beschäftigt auf. Lass alles raus und Du wirst sehen
hinterher wirst Du Dich irgendwie leichter fühlen. Meine
Therapeutin gab mir den Tipp die Geschichte in der dritten Person, also z.B.
„das Mädchen lag....“ und nicht aus der Ich-Perspektive auf zu schreiben.
Das schafft eine Gewisse Distanz zwischen Dir und dem Geschehenen. Es hat mir
gut getan das, woran ich mich erinnere (ich habe meine Kindheit betreffend eine
Amnesie, also kaum Erinnerung) aufzuschreiben. Um mir zu verdeutlichen, dass es
vorbei ist habe ich anschließend das Blatt langsam und demonstrativ zerrissen. Doch Du musst
aufpassen, dass Du nicht in der Vergangenheit versinkst. Beschäftige Dich mit
dem Thema wann immer Dir danach ist, aber zwinge Dich nicht daran zu arbeiten.
Setze Dich nicht selbst unter Druck. Hör auf Deine innere Stimme, sie wird Dir
sagen wann genug ist. Wenn es Dir zu viel wird, wenn es zu unangenehm wird, gönn
Dir eine Pause, schalt einen Gang herunter und lerne das hier und heute zu
leben.. Lenke Dich ab, tue was Dir Spaß macht, wonach Dir grade ist. Verwöhne
Dich und lobe und belohne Dich für jeden auch noch so kleinen Schritt nach
vorn. Das gibt Dir wieder neue Kraft und stärkt Dich und Dein
Selbstbewusstsein. Sicherheit Sicherheit ist das A und O jeder Heilung.
Bevor Du dich mit Deiner Heilung und Deiner Vergangenheit auseinander setzen
kannst, musst Du Dir einen sicheren Zufluchtsort schaffen. Vor allem zu Hause
solltest Du Dich geborgen, wohl und sicher fühlen. Du könntest die Einrichtung
so wählen, die Räume so gestallten, dass eine vertraute Umgebung entsteht, was
Deine Persönlichkeit wiederspiegelt.. Wenn Du noch mit anderen Personen in einem
Haushalt lebst, solltest Du trotzdem immer eine Möglichkeit behalten ungestört
und allein zu sein, wenn Dir danach ist. Du kannst diesbezüglich mit den
anderen klare Vereinbarungen treffen z.B. wenn Du etwas an die Klinke eines
Zimmers hängst z.B. ein Tuch oder einen Schal willst Du keine Gesellschaft
haben. Die anderen müssen diese Reaktionen unbedingt respektieren und Dich dann
in Ruhe lassen, bis Du wieder aus Deinem Schneckenhaus hervor kommst. Jede/r Überlebende muss jederzeit die Möglichkeit
haben sich ohne Rechtfertigung in sein Schneckenhaus zurück zuziehen, sei es um
auszuruhen, zu weinen oder dort Kraft zu schöpfen. Doch solltest Du auch
ehrlich sagen, wenn Du abgelenkt werden und /oder Gesellschaft willst, vertraue
nicht darauf, dass andere auf Dich zu kommen. Sie können Dir nur vor und nicht
in den Kopf schauen, wissen oftmals nicht wonach Dir gerade ist. Sag es ihnen. Ein anderer Wichtiger Punkt ist es sich
einen Inneren Sicheren Ort zu schaffen. Dies kann ein Ort auf der Erde sein,
oder nur in Deiner Fantasie existieren. Er muss aber klar abgegrenzt sein, damit
nur Du und die Lebewesen rein können, die Du einlädst. Gestallte Deinen
Sicheren Ort in Deiner Fantasie so, dass Du Dich dort wohl und vor allem sicher
fühlst, denn dafür ist er ja da. Du kannst Dich an diesem Ort jederzeit und überall
zurückziehen und die Welt draußen lassen. Ob Du nun entspannen und Kraft
sammeln willst oder in Ruhe über bestimmte Sachen nachdenken willst, dort bist
Du der Boss und es passiert nur das was Du willst, was Du Dir vorstellst. Natürlich
kannst Du an diesen Ort Lebewesen einladen, Tiere oder Fantasiewesen oder
Menschen, die Du Dir vorstellst. Es sollten aber keine Menschen sein, die in der
realen Welt existieren, denn Menschen machen Fehler und verletzen Dich manchmal
auch ungewollt. An diesem Ort tut Dir aber keiner was,
denn Du alleine bestimmst dort das Geschehen. Stelle Dir vor an diesem Ort zu
sein, wie er ausschaut und was Du dort siehst und hörst, riechst oder
schmeckst. Und dann stell Dir vor was dort passiert. Ob Du dort mit jemanden über
Deine Sorgen sprichst und was er/sie antwortet oder ob Du von dort aus einfach
die Welt aus einer sicheren Entfernung betrachtest. Die Partnerschaft Das Zusammenleben mit einer/m Überleben
ist nicht immer einfach. Meist fühlen sich die Partner einfach ohnmächtig,
weil sie nicht wissen wie sie helfen können. Deshalb solltest Du Deinem/er
Partner/in genau sagen, was Dir gut tut und hilft und was Du lieber nicht möchtest. Ihr solltet gemeinsam Regeln setzen was
erlaubt ist, was Dir angenehm ist und was momentan als Tabu gilt, was Dir
unangenehm ist und Dir vielleicht sogar Angst macht. Das kann z. B. eine Region
Deines Körpers sein an der Du nicht berührt werden möchtest oder eine
Handlungsweise. Hierbei solltest Du Dich nicht auf Kompromisse einlassen, erkläre
Deinem/er Partner/in warum Du diese Schranken wählst und was diese Sachen für
Gefühle in Dir auslösen. Auf jeden Fall müsst Ihr über Unstimmigkeiten und
Eure Unsicherheit offen reden. So schafft Ihr für Dich einen Rahmen in dem Du
dich sicher fühlst und Vertrauen fasst. Auch innerhalb dieser Grenzen darfst Du
jederzeit Deine Meinung ändern und „Stop“ sagen. Was Dir gestern gefallen
hat, darf heute auch Tabu sein. Erklär Deinem/er Freund/in im Nachhinein, dass
es Dir dieses mal unangenehm war und Du es nicht wolltest. Sag ihm/ihr welche
Gefühle es in Dir ausgelöst hat. Nur so kann er/sie Dich verstehen und Dir
helfen.. Das kann beim nächsten Mal ganz anders werden. Nach einiger Zeit wirst
Du merken das die Grenzen sich Verschieben und immer weitläufiger werden. Es kann auch ganz spannend sein, zusammen
zu beobachten wie diese Grenzen verschwimmen. Doch nur Du allein hast das Recht
diese Grenzen zu verschieben oder gar aufzuheben, lass Dich zu nichts drängen
was Du nicht wirklich möchtest. Die Therapie Meiner Meinung nach ist die Hilfe eines
Therapeuten oder Therapeutin im Prozess der Heilung unverzichtbar. Leider muss
man oft lange auf einen Therapieplatz warten und nicht immer ist gesagt, dass
einem der Therapeut/in zusagt. Um die Wartezeit zu verkürzen kannst Du Dich bei
mehreren Therapeuten/innen auf die Warteliste setzen lassen. In einem Info-Gespräch
kannst Du vor Beginn der Wartezeit den Therapeuten/in kennen lernen. Bereits das
erste Treffen ist oft schon entscheidend, ob Du mit dem Therapeuten/in klar
kommst, ob Du ihm/ihr vertraust und offen über die Dinge reden kannst. Du
solltest lieber ein wenig länger auf einen Platz warten als eine Therapie zu
beginnen bei jemanden dem Du Dich gegenüber nicht öffnen kannst oder der Dir
unangenehm und unsympathisch erscheint. Du hast nach einigen sogenannten
Probe-Sitzungen die Möglichkeit diesen Therapeuten/in abzulehnen. In dem Fall
solltest Du Dich bei Deiner Krankenkasse über die Kostenübernahme einer
Therapie bei einem/r anderen Therapeuten/in kundig machen ehe Du einen anderen
Therapeuten/in aufsuchst. In den meisten Fällen übernimmt die Krankenkasse die
Kosten anstandslos, die wollen halt nur vorher gefragt werden. Eine Therapie bei
der Du Dich unwohl fühlst ist von vornherein ohne Aussicht auf Erfolg. Eine
derartige Therapie ist langwierig und der Heilungsprozess langsam, doch bereits
nach einigen Sitzungen wirst Du merken wie gut Dir ein professioneller Rat tut. Auch in den Therapiesitzungen musst Du
Dich sicher fühlen. Die Vorgehensweise des Therapeuten ist stets ein Vorschlag
und Du musst sofort widersprechen, wenn Du Dich unwohl fühlst. Das Tempo der
Therapie legst immer Du je nach Deiner Form und Kraft fest. Zwischendurch kommt
es immer wieder zu Phasen in denen Du Dich schwach und überfordert fühlst,
dann ist es wichtig einen Gang herunter zu schalten und Dir eine Atempause zu gönnen.
Auch in den Sitzungen ist ins Schneckenhaus verziehen erlaubt! Therapiesitzungen können manchmal sehr
anstrengend sein, daher solltest Du Dir anschließend etwas Entspannung und
Ablenkung gönnen, bevor Du in Gedanken ertrinkst Das kann sehr unterschiedlich
aussehen. Der eine braucht dann Gesellschaft, der andere Einsamkeit. Ich geh
anschließend gern spazieren um den Kopf frei zu bekommen und alles noch mal zu
verdauen. Nach besonders schwierigen Sitzungen verwöhne ich mich ein wenig, ob
mit einem leckeren Eis oder einem entspannenden Bad, je nach dem wonach mir
grade der Sinn steht. Wichtig ist aber immer auf Deine innere Stimme zu hören,
die weiß was Dir gerade gut tut. Schlafstörungen Oft klagen Überlebende über Schlafstörungen,
können nicht einschlafen oder haben Albträume. Hier ein paar Tipps, die Dir
vielleicht die Angst vor einer unruhigen Nacht nehmen und vielleicht den Schlaf
erleichtern oder retten. - Das Bett ist eine Ruhezone Nehme nie etwas zu lesen über das Thema
mit ins Bett. Arbeite im Wohnzimmer, Küche und/oder überall anders an Deiner
Selbstheilung, aber nicht im Bett. -
Beschäftige Dich nie direkt vor dem Schlafengehen mit brisanten und Belastenden
Dingen. Gönne Dir nach der Arbeit an Deiner Heilung und vor dem Schlafengehen
was gutes, lenke Dich ein wenig ab, sei es durch ein wenig lockeres Lesen oder
einem leichten Film oder Fernsehsendung, die Dich auf andere Gedanken bringen -
Quälen Dich beim Einschlafen lästige, dunkle Gedanken, schick sie raus. Sag
ihnen im Kopf oder auch laut „Raus hier, das ist meine Ruhezone, wartet vor
der Tür, jetzt will ich euch hier nicht haben (klingt albern aber hilft), das
hilft auch wenn Du von Albträumen wach wirst, schick sie aus dem Zimmer - Gehe in Gedanken den Tag nochmals durch, zähle auf was Dir gefallen hat, was Du gut fandest und was Du erreicht hast. Denke an schöne und Positive Dinge, Spiele aber die unangenehmen nicht nochmals durch. Nur gute Erinnerungen an den Tag haben im Bett Platz. - Wenn Du absolut nicht einschlafen kannst, steh auf und lenk Dich ein wenig ab, lies was leichtes oder sieh Dir eine ruhige Sendung im Fernsehen an, oder hör beruhigende Musik. Auch wenn Du bereits in ein paar Stunden aufstehen musst, bleib nicht liegen um Dich ruhelos hin und her zu wälzen. Du kannst den Schlaf nicht erzwingen. Im Gegenteil durch Gedanken „es ist schon so spät“ oder „ in vier Stunden muss ich aufstehen“ vertreibst Du den Schlaf, weil Du dadurch noch unruhiger wirst. Schau nicht auf die Uhr! - Wenn Du von Albträumen gequält wach wirst, setz Dich auf und mach das Licht an. Mach Dir klar, dass es nur ein Traum war, Du liegst in Deinem Bett und bist in Sicherheit. Schicke die Träume hinaus, denk an was schönes. Erst wenn Du Dich etwas beruhigt hast und die Gedanken und Bilder des Traums verflogen sind kannst Du Dich wieder hinlegen, das Licht löschen und von neuem mit dem Einschlafen beginnen. Die Angst – mein Gegner, mein ständiger Begleiter
Es gibt zwei grundverschiedene Arten von
Angst. Die –ich nenn es mal- gute Angst und die krankmachende Angst. Die gute
Angst will Dich vor Gefahren warnen und Dich schützen. Sie bezieht sich auf
Personen oder Situationen die Dir gefährlich werden könnten, es ist eine
gesunde Angst von der Du profitieren kannst, die Deine Sinne schärft und Deine
Fähigkeiten steigert. Doch da gibt es noch diese Angst, die
krank macht. Dieses beklemmende Gefühl, das lähmt, das jede Reaktion, jeden
vernünftigen Gedanken unmöglich macht. Diese Angst präsentiert sich bei mir
in zwei unterschiedlichen Formen -in der des ständigen Begleiters, der als Kloß
in meiner Brust eingenistet sitzt und diese mal zurückgezogen und
unterschwellig mal gnadenlos fast zuschnürend bewohnt- und in der Form der
Schwarzen Gestallt, die ohne Vorwarnung auftaucht und mich festhält. Und diese Angst gilt es zu bekämpfen.
Kennst Du sie auch diese Angst, die nie wieder von Deiner Seite zu weichen
scheint? Aber sie wird weichen müssen, denn wir werden sie so lange bekämpfen,
bis sie uns endlich nichts mehr anhaben kann. Doch zunächst mal solltest Du Deiner
Angst eine Gestallt geben, weil etwas was wir kennen, sehen und benennen können
fassbarer und somit leichter zu bekämpfen ist. Auch Kinder geben ihrer Angst
Gestallt in Form von Monstern und suchen sich dann Helden, die diese besiegen
und vertreiben. Meine Angst stelle ich mir wie eine schwarze Gestallt vor, wie
einen Schatten, der mich ständig begleitet, mal fast unbemerkt und mal ganz
gegenwärtig. Während einer Angstattacke scheint er mich zu umklammern und
festzuhalten. Doch ich versuche sie in vier Schritten zu bewältigen. Natürlich klappt es nicht immer, aber
jedes Mal wenn ich es geschafft habe mich aus ihr zu befreien scheint sie schwächer
und ich stärker zu werden. Auch Du musst Dich Deiner Angst stellen auch wenn es
zunächst schwer fällt und fast unmöglich erscheint. Hier sind einige
Schritte, die mir helfen mit der Angst fertig zu werden, vielleicht helfen sie
Dir Deiner Angst entgegen zu treten. Zu erst sehe Dich genau um und sage Dir
bei einer Angstattacke (wenn’s geht laut), genau wo Du bist, was um Dich herum
ist und dass Du hier völlig sicher bist. Hier ist nichts wovor Du Angst haben müsstest,
nichts was Dir etwas antun könnte. Sage Dir immer wieder, dass Du in Sicherheit
bist und diese Angst, so gegenwärtig sie auch zu sein schein, ein Gefühl aus
der Vergangenheit ist, eine Erinnerung und Dir keine momentane Gefahr droht. Wenn Du Deiner Angst eine Gestallt gegeben
hast, solltest Du Dir überlegen, wie Du diese vertreiben kannst. Meinen
Schatten kann ich mit Licht bekämpfen, denn wo Licht ist, muss Schatten
weichen. In einer Attacke kannst Du Dir dann bildlich vorstellen, wie Du diese
Angstgestallt vertreibst, sie mit einem Schwert besiegst oder so wie ich in
Gedanken die Sonne über Dir aufgehen lässt, so dass der Schatten verschwindet,
sobald sie über Dir steht. Oft hilft es auch Arme und Beine einfach mal
auszuschütteln, diese Angst von sich zu schütteln und abfallen zulassen. Je stärker
Du Dich dann auf diese Bilder konzentrieren kannst umso weniger denkst Du an die
Angst und merkst plötzlich, dass diese gar nicht mehr da ist. Diese Bilder und
die Vorstellung wie Du die Angstgestallt vertreibst, kannst Du ja schon vorher
üben, damit es im Fall des Falles auch funktioniert. Wenn diese Vorstellung Dir nicht weiter
hilft, solltest Du Dich auf jeden Fall von der Angst ablenken, schalt den
Fernseher ein oder mache Musik an und singe laut mit oder rufe jemanden an um
mit ihr/m einfach mal wieder zu reden. Versuch die Gedanken an die Angst aus
Deinem Kopf zu vertreiben. Wenn Du dann diese Attacke überstanden hast und Dich stark genug fühlst, kannst Du ja mal schauen was diese ausgelöst haben könnte, um beim nächsten mal in so einer Situation etwas vorbereitet zu sein oder sie vielleicht auch umgehen zu können. Doch sei bitte vorsichtig, denn das suchen nach einem Auslöser kann die Angst wieder bringen. Wenn Du merkst, dass sie wieder kommt, beginne einfach wieder Dir vorzustellen wie Du Deine Angstgestallt besiegst oder suche Dir Ablenkung und lass am besten das Thema ruhen. Versuch nichts zu erzwingen für alles gibt es einen richtigen Zeitpunkt und wenn Du noch nicht soweit bist, ist der Zeitpunkt einfach noch nicht da. |